Nan endlich! Na endlich kam auch ich in den Genuss das australische Gesundheitssystem zumindest „slighty“,wie die Australier sagen wuerden, auszuprobieren. Das Glueck kuendigte sich bereits letzten Montag mit mehr oder weniger kleinen Beschwerden an und entpuppte sich als die genialste Gelegenheit zwei bezahlte Krankentage zu nehmen. Selbstverstaendlich mit einem angemessenem Arztbesuch.
Ganz nett gelegen, direkt am Bondi Beach mit einem eindeutig genesenden Meeresblick fand ich meinen Doktor Springer. T. Springer. Der Herr Doktor muss schon vor vielen Jahren ausgewandert sein, da sein Deutsch mehr oder weniger aus 50 Prozent englischem Vokabular bestand. Trotzdem war es mir lieber mich mit einer deutschprachigen Person ueber meine Gesundheit zu verstaendigen als selbsterfundene englische Fachtermini fuer die Beschreibung meiner Abdomenschmerzen zur Hilfe zu nehmen.
Ich schien mich in eine Luxuspraxis verrant zu haben. Die Oeffnungszeiten mit Montag und Mittwoch von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr vormittags und Freitags von 12.00 Uhr bis ein wenig spaeter waeren in Deutschland der Untergang fuer jede Praxis. Mit meinem Glueck, den Medizinmann in den Sprechstunden erwischt zu haben, trat ich hinein in den nach Sommerstrand riechenden Behandlungsraum, wechselte ein paar Worte, atmete dreimal tief druch den Mund ein und ein Augenzwinkern spaeter stand ich wieder draussen. Selbstverstaendlich mit der erloesenden und sehr genesenden Krankschreibung, welche wortwoertlich besagt: Hiermit erklaere ich, dass Herr Felix Bock unter Abdomenschmerzen leidet und er nicht fit genug ist um vom 17. Mai bis zum 18. Mai 2008 zu arbeiten.
Herrlich! Noch immer den Meeresblick vor Augen schleppte ich meinen leidenden Koerper zur Rezeption. „Das macht dann 50 Dollar!“
Gott sei Dank hatte ich meine Karte dabei!
Nun ja, neben der 5 Minuetigen Behandlung, dem Krankenschein und der Information viel Fluessigkeit zu trinken, muss die Lage draufgerechnet worden sein. Plus Meeresblick, plus zweite Reihe und Strandluft. Von dem Schock meine Krankenkasse mit derartigen luxerioesen Behandlungen zu belasten, erholte ich mich schliesslich am Strand. Die genesende Freizeit zahlt nun die Firma, den Meeresblick die Kasse.











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