Die Nachbarn

1 05 2008

Spontan durch Neuseeland Mal eben in den Flieger gestiegen und schon ist man da. Dort, wo man der Datumsgrenze auf die Zehen sehen kann, wo der Ring der Herren wohl noch immer versteckt ist und dort, wo man mit Sicherheit alles findet, ausser die rote trockene Erde, wie sie bei der Einreise an meinen Schuhen klebte. Natuerlich haette ich es auf dem Einwanderungsformular vermerken koennen. Wusste ich doch, dass das Einfuehren von Staub an Wanderschuhen verboten ist. Trotzdem, typisch Touri und schnell schnell, wurde das Kreuz ueberall bei „Nein“ gesetzt. Am Ende bin ich dem Zoll knapp entkommen und war, zumindest auf Papier, vorbestraft.

Nun gut. Da ist man nun, noch ganz sprachlos, in dem Land, das schon ueber so viele Kinoleinwaende geflimmert ist. Ich sage euch. Es war geradezu fantastisch den Herbst mit seinem kalten Wind auf der Haut Unser Bungy Jumping Punktzu spueren, den Geruch kalten Meeres in sich aufzusaugen und die Berglandschaft unbewusst seinen Ruecken massieren zu lassen. Haaaaa, Urlaub! Und noch dazu in einem der wohl gigantischsten Laender der Welt.

Was haben wir nicht alles unternommen. Gute 600 Kilometer haben wir taeglich Stueck fuer Stueck zurueckgelegt. Sind mit dem Seil in die Tiefe gesprungen und haben uns mit Schlauchbooten in den Wildwasserfluss gestuerzt. Jeden Tag aufs Neue ein kleines grosses Abenteuer. Ueber Hamilton mit der stundenlangen Unterkunftssuche, Taupo, dem verregneten Bungy Jumping, Rotorua mit dem riskanten Water Rafting und schliesslich Auckland, mit dem kleinen aber feinen Tower in der niedlichen Stadtmitte.

Zu zweit macht es doppelt Spass!Verbunden mit Traeumerein und spontanen Unternehmungen war Neuseeland ein unglaublich geiles Abenteuer. Die Auswanderungsgebuehr von 25 Dollar pro Urlauber konnte uns heute morgen die Laune dann auch nicht mehr vermiesen. Die Bordcrew tat zusaetzlich ihr Bestes, um den Ausflug bis zum Ende abenteuerlich zu gestalten, indem der Steward beim Besteigen des Fliegers Gitarre spielte und beim Landen lustige Fotos von sich mit den galanten Flugbegleiterinnen auf dem Ruecken schoss. So durfte ich die wohl einzigartige Kombination argentinischer Passargierbetreung in Verbindung mit neuseelaendischer Abenteuerlust erleben.

Ansonsten…. ist das letzte Wort natuerlich noch nicht gesprochen, was Neuseeland betrifft. Ich werde mich den gefaehrlichen Sportarten meiner letzten Woche noch genauer zuwenden. Bungy Jumping und Water Rafting tut man nicht mit einem Satz ab! Und glaubt mir, die Bilder sind herrlich geworden!