Der Publikazist

30 05 2008

Billy Elliot / SydneyDer Publikazist. Der Publikazist ist der Kuenstlerklasse bester Freund. Er ist sehr nachtaktiv und ist durch seine lauten Klatsch- bis Groehlgeraeusche leicht ausfindig zu machen. Popkorn und Sekt sind dem Publikazisten in der Nahrungskette vorangestellt, wobei es hier Abweichungen geben kann. Studien haben ergeben, dass einige Publikazisten seit einigen Jahren Nahrungsreste aus der Wohnhoehle mit sich tragen, um jene dann waehrend der Nachtaktivitaeten zu verspeisen.

Guys and Dolls / ChatswoodDer Publikazist. Was wie eine Abhandlung von Dr. Freud klingt, ist fuer mich tatsaechlich die beste Bezeichnung meiner aktuellen Freizeit- beschaeftigung. Zwischen Arbeit und Schwimmbad sitze ich mindestens einmal woechentlich mit vielen anderen Gleichgesinnten auf Raengen, auf Balkonen oder nah von improvisierten Buehnen.

Neben dem fantastischen Muscial Billy Elliot und dem alten Lacher Guys and Dolls waren auch das Kleinstueck American Angels, die Affen oder das „Kalte Kriegs Stueck“ Rock ‘n Roll im Angebot. Irgendwie zieht es mich immer und immer wieder vor den Vorhang. Was fuer andere die Schokolade zum Fruehstueck ist, ist fuer mich das Theater zum Abendbrot.

Was mit Priscilla begann wird vielleicht mit dem Phantom der Oper enden. Dank meiner, ebenfalls publikazistischen Gesellschaft, bin ich gluecklicherweise nie allein auf den Ausfluegen in die Theatesaele dieser Stadt.

Ein Hoch auf den Publikazismus und alles Liebe zum Geburtstag fuer Birgit und Lisa!





Sonntags um 11 – zum Zweiten…

18 05 2008

Die Blog-Leser treffen sich zum Brunch

Von Franzi

…trafen sich die Blog-Leser wieder einmal zum gemütlichen Beisammensein.  Damit Felix an unseren leckeren Brötchen, dem duftenden Rührei und dem köstlichen Wein wenigstens virtuell teilhaben kann, muss ja jemand ein Blogbeitrag schreiben. Denn eigentlich sollte er ja heut schon bei uns am Tisch sitzen! Bevor ich überhaupt antworten konnte, stand fest, dass ich die jenige sein werde. Tja, was Conny nicht wollte, muss ich jetzt ausbaden. 

Rene erzählte stolz von seinem Plan, einen Heimkamin einzurichten. So richtig mit Bärenfell? Schnell sponnen wir die Idee weiter und kamen – fragt mich nicht mehr warum – auf Handschellen. 
Mareen: „Häääääää, ihr wollt euch mit Handschellen an den Kamin ketten?“

Ja, Mareen ist eine von den 4 „neuen“ Gesichtern die heute bei unsere Runde dabei waren. Sebastian, Oma und Opa waren ebenfalls neugierig und gesellten sich zu uns. Leider konnten Peggy, Micha und Nadja nicht mit dabei sein. 

Birgit ist nicht DorieWie man sieht, Spaß hatten wir jede Menge. Mit Händen und Füßen versuchte beispielsweise Dorie Birgit zu erklären, dass sie nicht Dorie aus dem Film „Findet Nemo“ ähnlich sieht. (Dabei ist dieses Foto entstanden.) Ob da was dran ist, muss jeder für sich selbst entscheiden!?  ;-)

Ob wir uns nun das nächste Mal beim Brunchen oder bei der Wiedersehensparty treffen, ob mit oder ohne Felix …  sicher ist: wir werden uns wieder sehen!





Good Bye Australia!

16 05 2008

Quantas

Puenktlich um 3pm stand er sicher wieder da. Der Flieger zurueck nach Deutschland. Sicher war er auch wieder so flott, wie damals und sicher waren die Gefuehle der wartenden Menschen mehr als nur alltaeglich und gewoehnlich. Ganz sicher aber, sass ich noch nicht drin, als ich den Flieger nach Dienstschluss in die Wolken hab verschwinden sehen.

Ich verabschiedete das Flugzeug in die Weiten, machte mich auf in die Stadt und freute mich ueber jenes Stueck Zeit, was mir zusaetzlich in Australien bleibt. Ab heute beginnt er, der ungeplante und doch halb geplante Teil meines Abenteuers.

Die letzten 9 Monate waren wundervoll… ich habe mich selbst kennengelernt… viele Fehler gemacht, viel geweint und viel neue Energie und Spass am Leben gefunden, die mich bis in diese Minute hinein staerkt. Ich habe viel gelernt ueber Menschen und ihre Reaktionen, viel Hilfe bekommen in meinem Abenteuer.

All das tat mir so gut, dass es weiter geht, weiter mit allen Konsequenzen auf diesem Trip. Komme was da wolle, 9 Monate haben mir zumindest schon einen Teil gut gelehrt.





Was 1000 km Gummi und 50m Luft gemeinsam haben

7 05 2008

Freier Fall in NeuseelandSo gut wie nichts eigentlich. Zumindest nichts, was die Klimakatastrophe verhindert, den Weltfrieden wieder herstellen oder zusammenfassend fuer den durchschnittlichen Buerger von Bedeutung sein koennte. Klingt doch schon mal gar nicht schlecht. Was aber nun hat die Kiwis dazu gebracht genau aus jenen zwei Bestandteilen ein ganzes Gemeinsames zu machen? Die Antwort kurz gefasst: Wer es ausprobiert hat fragt nicht!

Es muss schon recht viel Langeweile vorgeherrscht haben, als sich irgendein Mensch, nennen wir ihn Mr. Bungy, am anderen Ende der Welt ploetzlich dachte mit einem Gummi um die Beine irgendwo runter zu springen. Ich meine, was bewirkt einen dazu sich freiwillig mit einem halbstabilen neuzeitlichen Gummiband in die Tiefe zu stuerzen? Ganz eindeutig, ich musste es herausfinden!

AHHHHHH!!!Die Bilder sprechen fuer sich. Ich habe es herausgefunden. Oder eher gelernt, dass man lauter schreien kann, als die Stimmbaender erlauben, man mehr Blut in seinen Gehirnzellen haben kann, als das Herz an einem Tag pumpt und man(n) es vom mutigsten Mann der Welt zum kleinsten Weichei des Universums schaffen kann.

Half alles nichts. Ich musste runter. Alles an was ich mich erinnere ist, dass ich ploetzlich mit guten 60 km/h auf den Boden zu stuerzte und das mich dabei, komischer Weise, das Gefuehl hoechsten Gluecks erfuellte. Aha! Da ist der Grund. Glueck empfinden. Sich freuen irgendwo runterzufallen. Spass daran zu haben mit einem Gummi um die Beine an der Klippe zu baumeln oder einfach nur Freude daran zu finden sich so hilflos wie ein Fisch an der Angel zu fuehlen! Grossartiger Grund sich irgendwo fallen zu lassen!

Ich weiss nicht warum, aber irgendwie fasziniert mich diese grosse Sinnlosigkeit jener Taetigkeit. Vereint mit einem Gefuehl, welches seines Gleichen nicht finden wird, wuerde ich es immer wieder tun. MIt 1000km Gummiband 50m in die Tiefe zu stuerzen ist etwas unbeschreiblich ueberwaeltigendes, was, sobald ausprobiert, einfach nicht zu hinterfragen oder zu begruenden gilt! ich bin unserem Mr Bungy unglaublich dankbar fuer jene unnuetze Erfindung!





Eine Seefahrt die ist lustig…

2 05 2008

Mensch war das ein „obermegageiles“ Abenteuer. Ich habe schon so einige Vorstellungen gehabt, aber als ich dann tatsaechlich in diesem Schlauchboot sass und der Fluss mit jeder Kurve schneller und rasanter wurde, kapierte ich, dass meine Vorstellungen ganz schoen von der Realitaet abwichen.

Hey.. ich bins!Die Tour im Nassen ging ca. eine Stunde. Eine Stunde uebersaeht mit Wasserfaellen, Strudeln, kniffligen Stroemungen und einem ganz gut frierenden Felix. Eigentlich haette ich bei der vielen Paddellei ja nicht frieren keonnen, aber das Wasser war dann doch nicht sooo warm und da ich mich ja auch ab und an mal ganz gerne ausruhe… . Trotzdem, egal wie kalts nun war, es war fantastisch. Es war wirklich unbeschreiblich abenteuerlich und ich habe so richtig das Gefuehl, Neuseeland HAUTNAH erlebt zu haben.

und da ging er von BordDas Aufregendste an der Tour war, dass es nun endlich mal nicht ganz risikofrei zuging. Endlich Abenteuer! Nicht umsonst sind wir mit recht guten Helmen ausgestattet und wer sich die Bilder mal genau ansieht, wird, auf zweien der Bilder, die Fuesse unseres Guides im Wasser finden, der ungewollt das Schlauchbot verliess. Das war was ich suchte und mal brauchte. Ein kleines gefaehrlicheres Abenteuer. Habe ich mich an die giftigen Tiere in Australien doch schon laengst gewoehnt.

Am Ende der Tour war ich um gute 5 Liter Wasser schwerer und um so einige „Hummeltitten“ reicher. Ich wuerde es auf jeden Fall im wieder tuen. Aber was rede ich. Seht es euch an… Bilder gibts davon ja nun jede Menge! (Siehe flickr, so ab Seite 2-3)