Von Matthias
…dann nimmt man eine ganze Menge mit zurück. Wer nach einem Urlaub seine Tasche für die Rückreise packt, wird das sicherlich schon gemerkt haben.
Aber das meine ich nicht. Keine Souvenirs, Muscheln, Steine und neue Klamotten sondern Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse, von denen man noch lange danach zerrt. Ich finde, ich komme etwas verändert aus Australien zurück. Das Land hat definitiv seine Spuren bei mir hinterlassen.
Die Australier sind schon ein eigenartiges Völkchen und unsereins muss doch ab und zu den Kopf schütteln oder schmunzeln. Da guckt man sich zum Beispiel mal das Warnhinweisschild am Fenster des Busfahrers an. Also vorne links steigt man ein und vorne rechts sitzt daher der Busfahrer. An dessen Fenster ist ein Aufkleber angebracht der folgende Aufschrift trägt:
Bitte nicht durch dieses Fenster einsteigen!
Dazu muss man wohl nichts mehr sagen, oder? Aber genauso kann man von anderen Völkern etwas dazu lernen. Auch beim Busfahren. Wenn man mit den öffentlichen Bussen fährt, bedankt man sich beim Aussteigen beim Fahrer – ganz selbstverständlich. Kann man sich das bei unseren Landsmännern vorstellen? Wohl kaum. Ich finde, diese Gewohnheit aber sehr schön.
Das ist etwas, was ich aus Australien mitnehme und mir wünsche, hier auch zu erleben. Diese selbstverständliche Höflichkeit. Das Entschuldigen, wenn man einem den Weg schneidet oder aus Versehen anrempelt. Oder wenn man von einem, der Werbung verteilt oder Straßeninterviews führt, angesprochen wird – Ein einfaches „Sorry“ wenn man keine Zeit hat, lässt die Sache doch viel angenehmer werden. Hier muss ich mich damit abfinden, einfach stehen gelassen zu werden, wenn ich jemanden anspreche.
Aber ich mache den Anfang…











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