Und so geschah es. Nach 365 Tagen, 486 geschriebenen Briefen und Postkarten, 62750 zurück gelegten Kilometern und 36 verschiedenen Unterkünften betrat ich den Deutschen Boden. Glaubt mir, dies war trotz den Erfahrungen mit giftigen Spinnen und Würgeschlangen eine unglaublich große Herausforderung. Ein Erlebnis, über welches ich so lange nachgedacht habe. So vieles hatte ich mir ausgemalt und doch, als ich am 6. August um 6.00 Uhr durch die Glastür am Frankfurter Flughafen schaute und ich meine Familie zwischen einer großen Horde wartender Eltern erspähte, waren sämtliche Vorstellungen und Gedanken verschwunden. Ein Moment der viel zu kurz ist, um ihn zu realisieren, ja einfach so selten statt findet, dass er mir bis heute wie ein Traum erscheint.
Sich plötzlich in der Heimat wiederzufinden, nachdem man ein solches Abenteuer lange Zeit mit viel Begeisterung geplant und verfolgt hat, ist kein Kinderspiel. Es gilt neue Aufgaben in Angriff zu nehmen, sich an das alte neue Leben zu gewöhnen und mit dem Vermissen der Menschen aus Australien umgehen zu lernen.
Wenn aus der Oper ein Stadttheater im Plattenbaustil wird und die Harbour Bridge durch die Hundert Männer Brücke ersetzt wird, so bemerkt man erst, wie schnell ich mich letztenendes doch an Sydney gewöhnt habe.
Trotz der großen Umstellung und dem schweren Abschied in Australien, fühlt es sich gut an wieder zu Hause zu sein. Einem zu Hause, was das ganze Jahr über meine Abenteuer mit großer Freude verfolgt hat und mir damit die nötige Kraft gegeben hat. Nebem der Feststellung, dass ich bereit bin für größere Abenteuer, nehme ich nun also auch die Erkenntis, dass ein jeder mit der Unterstützung von Familie und Freunden viel mehr schaffen und erreichen kann, aus Australien mit.
Mit diesen Worten möchte ich mich nun als Autor für eine Seite verabschieden, die in nur einem Jahr viele Menschen zusammen geführt und einen wesentlichen Platz im Tagesablauf einiger Leser bekommen hat. Ich persönlich blicke mit viel Freude und Stolz zurück, und, selbstverständlich, mit besonders viel Vorfreude in die Zukunft.
Ansonsten also vielen Dank allen Lesern und fleißigen Schreibern!
Auf Wiedersehen!
Euer Felix







Nun ja. Ein Blick in den Kalender wird nun langsam unvermeidlich. Mit 33 uebrigen Tagen Down Under muss nun langsam ein Abreiseplan her. In meiner trauernden Euphorie taste ich mich heran an die ungemuetlichen UNG-Worte, die da gnadenlos in meinem Nervenzentrum hin und her sausen. Steuererklaerung, Kontoschliessung, Adressaenderung, Kuendigung, Vertragsaufhebung sowie Raeumung, Umrechnung und Verabschiedung.
Nan endlich! Na endlich kam auch ich in den Genuss das australische Gesundheitssystem zumindest “slighty”,wie die Australier sagen wuerden, auszuprobieren. Das Glueck kuendigte sich bereits letzten Montag mit mehr oder weniger kleinen Beschwerden an und entpuppte sich als die genialste Gelegenheit zwei bezahlte Krankentage zu nehmen. Selbstverstaendlich mit einem angemessenem Arztbesuch.









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